Tag des Rauchmelders: Rauchwarnmelder-Pflicht muss soschnell wie möglich umgesetzt werden
SPD-Feuerwehrexperte Schuster: Zahl der Brandopfer ließe sich bei einer flächendeckenden Installation um rund die Hälfte verringern
400 Menschen kommen im Jahr in Deutschland bei Wohnungsbränden ums Leben. Zummorgigen Tag des Rauchmelders (13.02.2015) macht der ehemalige Berufsfeuerwehrmannund jetzige SPD-Landtagsabgeordnete Stefan Schuster deshalb darauf aufmerksam, wiewichtig es ist, frühzeitig gewarnt zu werden: "Die meisten Brände werden unbemerkt durchtechnische Defekte ausgelöst, zum Beispiel einen Kurzschluss. Menschliches Versagen spielteine untergeordnete Rolle, es kann also jeden treffen!"
Studien zeigen, dass sich durch eine flächendeckende Installation von Rauchwarnmeldern dieZahl der Brandopfer halbieren ließe. "99 % Prozent der Brandtoten sterben an einer Vergiftungdurch Rauch und entstehende Gase und nicht direkt in den Flammen. Insofern ist es umsowichtiger, durch einen Rauchwarnmelder frühzeitig gewarnt zu werden", erklärt Schuster. "70Prozent der Brände passieren nachts. Bis der Brand bemerkt wird, ist es oftmals schon zu spät.Gerade für den Schutz von Kindern sind die Geräte immens wichtig."
Die in Bayern ab 2017 geltende Pflicht, Rauchwarnmelder in Wohngebäuden zu installieren,sollte so schnell wie möglich umgesetzt werden, fordert Schuster. "Auch wenn es hier Übergangsfristen gibt, sollten diese nicht ausgenutzt werden. Jeder Wohneigentümer sollteschnell reagieren und ein solches Gerät einbauen. Auch Mieter sollten nicht zögern und ihrenHauseigentümer zu einem raschen Einbau auffordern."
